Ein Wissenschaftler hat im Rahmen seiner Forschung eine neue Technologie entwickelt. Erste Gespräche deuten darauf hin, dass eine wirtschaftliche Anwendung möglich sein könnte. Ob daraus tatsächlich ein tragfähiges Geschäftsmodell entstehen kann, ist jedoch noch nicht ausreichend untersucht.
Der Gründer sieht zwei grundsätzliche Möglichkeiten:
Beide Wege erscheinen plausibel. Beide bringen aber unterschiedliche Anforderungen, Risiken und persönliche Konsequenzen mit sich.
Für eine Gründung fehlen derzeit geeignete Partner. Der Wissenschaftler weiß außerdem nicht, welche Schritte zuerst erforderlich wären. Auch der Lizenzierungsweg ist noch wenig konkret. Potenzielle Lizenznehmer wurden bislang nicht systematisch identifiziert und die Anforderungen möglicher Industriepartner sind unbekannt.
Die Ausgangsfrage lautet deshalb zunächst: Soll ich gründen oder lizenzieren?
Diese Frage ist verständlich, für eine fundierte Entscheidung aber noch zu groß. Bevor sie beantwortet werden kann, muss geklärt werden, welche Annahmen hinter den beiden Optionen stehen und welche Informationen noch fehlen.
Das Beispiel ist fiktiv, bildet aber typische Herausforderungen wissenschaftsbasierter Gründungsvorhaben ab.